Bericht 1. Prozesstag: unklare Identifizierung und Auseinandersetzung um Stift und Papier

Gestern fand der erste Prozesstag im Mammutprozess gegen einen Stuttgarter Antifaschisten und eine weitere Genossin, gegen sie allerdings nur in zwei Anklagepunkten, statt. Begleitet wurde der Prozessauftakt mit einer Kundgebung, an der sich bis zu 30 Personen beteiligten. Konstant waren die 8, wegen Corona möglichen, Sitzplätze im Saal belegt und immer wieder wechselten die BesucherInnen durch, um allen eine solidarische Begleitung zu ermöglichen.

die Prozesstage beginnen immer um 9 Uhr und werden, mit einer Mittagspause dazwischen, bis 15:30 Uhr dauern.

Zum nächsten Prozesstag rufen wir ebenfalls zu einer Beteiligung auf!

Kommt zum Prozess:

Montag, 21. September 8:30 Uhr Amtsgericht Stuttgart

Weiterlesen

Solidarische Prozessbegleitung eines Antifaschisten: Find us always together!

Im September 2020 steht ein entschlossener Antifaschist vor Gericht.

Bei dem Prozess mit mehreren Prozesstagen und über 10 Anklagepunkten steht eine Haftstrafe im Raum. Mit diesem Prozess wird von staatlicher Seite versucht ein Exempel an unserem Genossen zu setzen. Der gesamten antifaschistischen Bewegung soll hiermit Grenzen aufgezeigt werden.

Kommt zum ersten Prozesstag und unterstützt den Genossen:

Mittwoch, 16. September 8 Uhr Amtsgericht Stuttgart (Neckartor)

Weiterlesen

Soliabend am 18. Juli 2020

Insgesamt 9 Hausdurchsuchungen in Baden-Württemberg, unser Genosse Jo in Haft und die Prozesstage im September gegen unseren Genossen. Die staatlich geführte Repression gegen AntifaschistInnen steht nicht still. Deswegen laden wir euch ganz herzlich zu unserem Soliabend gegen Repression, am 18.07. ab 19 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann, ein.

Es wird einen kleinen Input zu dem Verfahren des Genossen und über unsere Arbeit als Solikreis geben. Anschließend wollen wir gemeinsam Briefe an die Genossen in Stammheim schreiben. Bei entspannter Musik könnt ihr dann die leckeren Cocktails genießen und die ein oder andere Überraschung erwarten. Also kommt zahlreich und genießt den Abend mit uns!

Aufruf solidarischer Prozessbegleitung: Antifa heißt Zusammenstehen!

Ab September steht ein Stuttgarter Antifaschist für mehrere Tage vor Gericht. Ihm werden verschiedene Aktionen im antifaschistischen, fortschrittlichen Kontext vorgeworfen. Es geht um ein längeres Gerichtsverfahren, bei dem Knast im Raum steht.

Aktuell treten gesellschaftliche Probleme und Widersprüche offen ans Licht. Nach den rassistischen Morden in Hanau hat sich die Notwendigkeit antifaschistischen Widerstandes gegen rechten Terror deutlich gezeigt und wird in breiten Kreisen diskutiert. Rund um die Corona-Demos schafften es Rechte, diese für ihre Propaganda zu nutzen und ihre reaktionäre Hetze zu verbreiten. Gerade in solchen gesellschaftlichen Auseinandersetzung und einem, weiter existierenden Rechtsruck, ist es die Aufgabe einer antifaschistischen Bewegung einerseits, vermeintliche Lösungen der Rechten zurückzudrängen und diese in ihrem Einfluss einzuschränken. Andererseits geht es darum, den Raum für fortschrittliche Proteste, wie eine Mobilisierung gegen die Krisenfolgen zu schaffen, gegen Angriffe von Rechts zu verteidigen und ein Teil dieser Kämpfe zu sein.

Dass antifaschistische Positionen und Kämpfe dem Staat ein Dorn im Auge sind, ist klar. Während rechte Demonstrationen durchgesetzt werden, werden wir auf der Straße niedergeknüppelt. Während wir vor Gericht gezogen werden, ist der Staat auf dem Rechten Auge blind.

Die Grundlage aller unserer Kämpfe ist die Solidarität. Wir stehen gemeinsam auf der Straße und sitzen zusammen vor Gericht.

Find us: always together – Antifa heißt Zusammenstehen!

Unterstützt den Genossen vor Gericht, kommt zu den Prozessen!